FIFA-Präsident entschuldigt sich

Nun ja, da mag so einer denken, das komme zu spät, was FIFA-Präsident Sepp Blatter nun kürzlich erst tat. Auf jeden Fall zu spät kommt die Entschuldigung Blatters nun für England und Mexiko, die beide während ihres Achtelfinal-Spiels durch die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter im Nachteil waren.


Foto: World Economic Forum

Spätestens diese Weltmeisterschaft hat uns gezeigt, dass die Fussballwelt in solch wichtigen Spielen unbedingt ein neues Regelwerk, vor allem aber neue Technologien benutzt. Im Tennis zum Beispiel werden sofortige Video-Replays als gültiger Spielgegenstand akzeptiert und so gewinnt der ein oder andere dann doch mal fairerweise den Satz.
Es ist weniger als vier Monate her, als FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke öffentlich bekanntgab, dass die Diskussionen um eben solche technologischen Erweiterungen in der FIFA, die dies eindeutig ablehnt, beendet seien.

Spiele wie das Deutschland-England-Spiel oder ebenso Mexiko – Argentinien zeigen uns immer wieder, dass auch Schiedrichter, so topfit und auf der Spur sie auch sind, nur normale Menschen sind und natürlich auch Fehlentscheidungen treffen – zum Unvergnügen einer Fussballmannschaft. Während beim Spiel Deutschland – England ein klarer Torschuss Frank Lampards nicht gewertet wurde, wurde es das klare Abseits-Tor des argentinischen Stürmers Tevez umso mehr. Die einen sagen, solche Fehler können jedem passieren, die anderen sagen, dass solche Fehler entsprechend der Wichtigkeit des Turniers nicht in Frage kommen. Erst kürzlich wurden Projekte, die letztendlich von der FIFA abgelehnt wurden, vorgestellt, um besonders solche Torlinien-Fragen beantworten zu können. Adidas brachte einen Ball mit einem eingebauten Chip auf den Markt. Durch diesen eingebauten Chip wäre es möglich, den Standort des Balles zu jeder Zeit kontrollieren zu können. Dadurch wären ein Teil der Fehlentscheidungen sicherlich eindämmbar.

Sepp Blatter entschuldigte sich öffentlich bei der englischen und mexikanischen Fussballmannschaft für diesen vermeidbaren Verlauf des Spiels und laut eigener Aussage akzeptierten es beide Nationen.
Er versprach, dass beim nächsten Business Meeting der FIFA, Ende Juli, die Frage um die technologischen Erweiterungen bei der FIFA wieder aufgenommen werde und gab zu, dass es unbestreitbar ist, dass sich etwas ändern muss bei der FIFA.

Andererseits ist Fussball nunmal ein Spiel, dessen Ausgang beim Schiedsrichter liegt. In erster Linie geht es um den Sport und Fair Play und so, wie ein Ball zum Fussball gehört, so ist es ebenfalls absolut normal, dass Schiedsrichter Fehlentscheidungen treffen können. Das gehört nun eben auch dazu.

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