Philologen haben nachgewiesen, dass Goethe zwar die Begriffe Stammtisch und Spieltisch benutzte, allerdings mit verdächtiger Hartnäckigkeit das Wort Computertisch vermied. Warum, fragt man sich. War es ihm peinlich, dass er in seinen Gemäuern keinen Internetanschluss hatte, wurde er von Schiller immer beim Computerspielen besiegt oder wollte er vertuschen, dass der zweite Teil von Faust 2 sowieso mit einem Reimprogramm erstellt wurde?
Eines ist jedenfalls klar: Das berühmte Gemälde "Goethe schreibt an seinem Computertisch das Lied von der Glocke", angeblich aus dem Jahre 1814, ist eine Fälschung aus dem Jahr 1892, das ist aus dem abgebildeten Monitorkabel einwandfrei erkennbar. Was lernen wir daraus? Wir haben es heute viel besser. Wir schauen beispielsweise unter www1.conrad.de nach und finden dort ein Angebot, bei dem sich der Designer offensichtlich von Legebatterien inspirieren ließ – viel Platz auf wenig Raum oder so ähnlich. Beon-store.de ist ein weiterer Anlaufpunkt. Für den Innensechskant-Liebhaber empfiehlt sich ikea.com, wo es den Computertisch Goliat gibt. Opulenter geht es bei armondo.de zu, wo manche Büromöbel noch tatsächlich an den guten alten Schreibtisch erinnern, so dass der Computer nicht der Alleinherrscher ist, sondern auch noch Platz für ein wenig Chaos links und rechts bleibt. Zuletzt muss noch officexl.de als Adresse erwähnt werden.
