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Edelmetalle nicht zu günstig verkaufen

12 August 2010

Verbraucher sollten Edelmetalle nicht unter ihrem Marktwert verkaufen. Genau dies aber passiert häufig: In Fernsehen und Internet bieten zahlreiche Händler schnelles Bargeld gegen Münzen, Schmuck und Altgold. Die Hausse an den Metallmärkten hat aus dem Edelmetallhandel per Versand eine aufblühende Branche gemacht.

Edelmetallverkauf: Edelmetalle nicht zu günstig verkaufen
Foto: lrargerich

Die wenigsten Verbraucher sind in der Lage, den Preis für ihre Stücke korrekt einzuschätzen. Um den fairen Preis für Gold zu ermitteln, sind mehrere Informationen möglich. Zum einen muss der aktuelle Marktpreis für eine Feinunze Gold bekannt sein. Er lässt sich problemlos aus der Presse oder dem Internet erfahren oder bei Banken erfragen. Das gilt auch für die zweite wichtige Information bei der Bewertung von Gold: Der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar.

Unser Tipp ist das Informationsportal www.Edemletalle.eu

Der Weltmarktpreis für Gold wird in Dollar notiert. Der Umrechnungskurs schwankt täglich – und mit ihm der in Euro ausgedrückte Preis für Gold. Die dritte Information, die für die Bewertung von Goldstücken erforderlich ist, ist der Kostensatz für Abscheidung und Einschmelzung. Bei kleineren Mengen sind hier 4 Euro je Feinunze Gold realistisch.

Eine Feinunze Gold entspricht 31,103 Gramm. Notiert der Preis am Markt an einem bestimmten Tag bei 1200 US-Dollar und werden für einen Euro zugleich 1,30 Dollart bezahlt, entspricht dies einem Kurs in Höhe von 923 Euro je Feinunze Gold. Die Kosten pro Gramm belaufen sich somit auf knapp 30 Euro. Händler sollten deshalb bereit sein, 25 bis 26 Euro pro Gramm zu zahlen. Der vollständige Marktpreis lässt sich beim Verkauf kleinerer Mengen durch Privathaushalte nicht durchsetzen. Händler müssen neben den Kosten für Abscheidung und die Einschmelzung auch ihre sonstigen Betriebskosten ins Kalkül ziehen.
Die Erfahrung zeugt, dass viele Privatverkäufer deutlich zu niedrige Preise für ihre Stücke akzeptieren. Ein Grund dafür mag in dem Umstand liegen, dass die Bestände vielleicht schon vor geraumer Zeit in Vergessenheit geraten waren und erst im Zuge der Diskussion um den hohen Goldpreis wieder ins Gedächtnis zurückgekehrt sind. Dennoch sollte stets versucht werden, einen fairen Preis (gemessen am Weltmarktpreis) zu erzielen. Im Zweifel lohnt es sich, von mehreren Händlern Angebote einzuholen.