Draußen zu Hause. Soweit ist es zum Glück noch nicht. Sie haben noch ein Dach über dem Kopf. Das ist auch gut so, denn unter der Brücke zu nächtigen, ist nun einmal nicht sonderlich erstrebenswert. Obwohl ja in Zeiten abflauender Wirtschaftskrisen dort wieder reichlich Plätze frei werden. Nur in unseren Breitengraden ist es halt manchmal ziemlich kalt und da braucht dann auch der abgehärmteste Tippelbruder eine warme Jacke. Und Sie auch! Schließlich müssen Sie morgens im Dunkeln und in der Kälte zu Arbeit und abends unter denselben Umständen mit dem Hund Gassi gehen. Frieren will man dabei nun nicht gerade. Aber das Geld ist knapp und so knausern Sie und lassen Ihre Frau Mama lieber aus alten Kopfkissen selbst eine Daunenjacke nähen. Na, dass das nicht gut gehen kann, war doch abzusehen. Am Ende ist das Ding nicht dicht und verliert Federn wie ein chinesisches Huhn mit Geflügelpest. Die Nachbarn schelten, weil Sie das Treppenhaus verunreinigen. Und die Gattin mault, weil sie an der unübersehbaren Spur genau erkennen konnte, dass Sie gar nicht ordentlich mit Bello um den Block latschen, sondern stattdessen lieber in die Kneipe ums Eck. Selbst Schuld. Das nächste Mal kaufen Sie sich lieber eine richtige Daunenjacke bei http://www.globetrotter.de oder http://www.frankonia.de/. Dann passiert sowas nicht.
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Daunenjacke: Das Torsokissen für draußen
9 Januar 2011Damenstiefel: Verkaterte Damen lieben sie
9 Januar 2011Erziehungsberechtigte müssen die immergleiche Phase pubertierender Töchter ertragen: Kess zweifelt ihre Kleine den Sinn aus Leder gefertigter Damenstiefel an und schreitet lieber barfuß durch die wörtlich genommene Fußgängerzone. Sporadisch eingesammelte Glasscherben werden gutmütig in Kauf genommen, die Abwesenheit angebrachter Absätze verkleinert jede Göre zudem optisch und macht sie nahezu unsichtbar für die Augen aufmerksamer Aufseher.
Allzu rebellische Rangen bombardieren sogar Firmen wie Camel Active und Tamaris mit hasserfüllten Briefen, in denen angebliche Nachteile der Damenstiefel dargelegt werden. So beschweren sich weibliche Heranwachsende darüber, dass Obermaterial und Sohle unnötigen Schutz bei Wind und Wetter bieten, wodurch man die vermeintliche Freiheit menschlicher Füße generell einschränkt. Zuweilen analysieren Sie angesichts einer solchen Argumentation wahrscheinlich, weshalb Ihre junge Lady nicht gleich gänzlich unbekleidet durch die Welt wandert, in Ihrem Haus lebende Gestalten zwielichtiger Natur lassen Sie diesen Umstand jedoch schnell wertschätzen. Vermutlich ist die Entwicklung des Nachwuchses einfach darauf zurückzuführen, dass Sie in Ihrer Jugend Damenstiefel mit flauschigem Futter eher aus Vergesslichkeit links liegen ließen.
Geben Sie uns später bitte noch eine glaubhafte Antwort darauf, weshalb auf www.amazon.de und www.golop.de erhältliche Schuhe Ihren Ansprüchen nicht genügten. Sind Sie etwa masochistisch orientiert und freuen sich wie ein Schneekönig, wenn mangelhafte Damenstiefel Ihre Wirbelsäule ruinieren? Böse Zungen könnten in diesem Punkt ja leicht behaupten, dass Sie kein Rückgrat besitzen.
Damensandalen: Die neue Offenheit
9 Januar 2011Damensandalen gehören weder zu den militärisch relevanten Exportgütern, noch stehen sie in Verdacht, fundamentalistischen Kräften bei ihrer Wühlarbeit gegen die freie westliche Welt hilfreich zu sein. Dennoch sind sie nicht einfach zu finden, was schlichtweg daran liegt, dass Damensandalen zu den aussterbenden Arten gehören. Gnadenlos werden sie von der Konkurrenz der Damensandaletten an den Rand der Kataloge gedrängt, aus Schuhschränken vertrieben und sogar boshafterweise in den Ruch des Uneleganten und Biederen gebracht. Immerhin, letzte überlebende Exemplare können bei proidee.de – wo es ein Unisex-Angebot gibt – bei golop.de, hier im Jeanslook, bei otto.de oder bei imwalking.de besichtigt werden. Bei schuh-gallery.de gibt es Damensandalen von Dr. Brinkmann, die glücklicherweise nicht ganz so bequem aussehen, wie sie zu sein scheinen. Wer nun Mut beweist und sich bei madeleine.de, schuhe.net, esprit.de und bonprix.de umschaut, wird mit leichter Röte feststellen müssen, dass Sandaletten ja denn doch ein Stück weit die hübschere Umkleidung für den Fetisch-fähigen Damenfuß sind. Aber hinfort mit derartigem Übeldenk und husch zu globetrotter.de und sportscheck.com, wo man endlich auch auf die lange erwarteten Birkenstock-Treter trifft, die so ziemlich das Gegenteil von Fetisch und so sind. Aber auch Timberland und Jack Wolfskin sind "vertreten" und geben den Mädels den festen sommerlichen Auftritt.
Damenbademode: Baden ist wieder in Mode
9 Januar 2011Sie müssen sich im Leben nur vor zwei Dingen ernsthaft fürchten. Größte Gefahr geht von jenen alten Drachen aus, die scheinbar orientierungslos auf der Straße wandeln, um Sie nach einem zwangsläufig unterbreiteten Hilfsangebot mit wirren Geschichten von allerhöchstens lexikalem Interesse zu quälen. Nur Eingeweihten ist die zweite Bedrohung bekannt: Wenn Damen Bademode riechen, verwandeln sie sich schlagartig in brandschatzende Zombies, die im Zuge ihrer Sucht nach Polyamid und Elasthan alles auseinandernehmen.
In den Fabriken von Esprit und Olympia dürfte deswegen regelmäßig Alarmstufe Rot ausgerufen werden, um die Bikinis und Badeanzüge zu beschützen. Man muss Damen Bademode eben in kleinen Dosen verabreichen, da sie sich sonst allzu schnell in der glitzernden Welt verlieren, die mit fabelhaften Anglizismen wie "Neckholder" gespickt ist. Selbstbewusste Ladys stellen die Plauze im Modewahn gleich gänzlich zur Schau, indem sie zu einem Bügelbikini greifen.
Wer Damen Bademode verkaufen will, sollte ein absolut abgebrühter Profi sein. Mitarbeiter von www.neckermann.de und www.esprit.de durchliefen wahrscheinlich eine intensive Schulung, bevor man sie mit gutem Gewissen in den Dschungel von Oberteilen und Höschen entlassen konnte. Unangenehm wird eine solche Tätigkeit spätestens dann, wenn einem weiblichen Geschöpf die Fütterung am Brustteil gezeigt wird. Nicht jedes Frauenzimmer kann nämlich gut damit umgehen, dass einfach nicht genügend Holz vor der Hütte liegt.
Blouson: Modern malochen
25 August 2010Es tut uns ausgesprochen leid, dass wir Sie selbst in einem Artikel über Mode an jene schäbige Berufsbekleidung erinnern müssen, deren überaus überholter Look angewiderte Kollegen bei täglichen Schichten begleitet. Eigentlich sollten doch Konzepte dargelegt werden, mit denen man sein Blouson aus Baumwolle und Polyester auch während unerträglicher Tätigkeiten als amüsanten Partner betrachten kann.
Stellen Sie sich nur einmal vor, alle im Betrieb anwesenden Personen würden ihr Oberteil von Profiline oder ABS Täubner ohne sonstige Kluft zur Schau stellen. Schonungslos baumelnde Tatsachen könnten in einem solchen Szenario gewiss von der Frage ablenken, welche Schweinereien einige Mitarbeiter in auf dem Blouson lauernden Brusttaschen verstecken. Sogar Schubtaschen geraten angesichts nun präsenter Möglichkeiten der fleischlichen Einführung ins Hintertreffen und müssen mit Vorwürfen kämpfen, dass freizügige Zeitgenossen nur noch selten an mit Druckknopf fixierbaren Ärmelabschlüssen herumfummeln, wenn entsprechende Geräte erst einmal in der rektalen Handytasche vibrieren. Glauben Sie ruhig daran, dass ein Blouson auch Ihrer Welt das vorstehende Lotterleben beschert, eine Patte stand schließlich schon immer für zweideutiges Material.
In Sachen Ambiguität liegt die Datenautobahn wohl ziemlich weit vorn, Homepages wie www.absshop.de und www.quelle.de gelten bei der Suche nach einem Blouson allerdings als Ruhepunkte. Derweil Ihr waschbares Blouson also seine nötige Reinigung genießt, dürfen statt steiler Zähne gelegentlich pflegeleichte Klamotten mit Bewegungsfalten auf Ihren Schirm wandern… in intellektueller Hinsicht schadet diese Ausnahme keinesfalls.