Bannerdruck

Drucktechnisch kann man beim Bannerdruck nicht mehr viel falsch machen. Höchstens inhaltlich. Denn was immer auf dem Banner stehen mag – es ist eine plakative Botschaft. Kleinste Unachtsamkeiten können zu Irritationen führen, Erheiterung auslösen oder auch das Gegenteil bewirken. Nehmen wir die Begrüßungsbanderole für die Hochzeit. „Wir heißen die Fettgäste herzlich willkommen“. Haben Sie den Fehler entdeckt? Nein. Warum lachen Sie dann? Oder die leere Schaufensterfront mit große Banneraufschrift „Wir sind ungezogen“. Fast jeder weiß was gemeint ist, doch es löst zunächst einmal Erheiterung aus.

Verheerend kann sich das falsche Setzen der Kommastelle bei Preisangaben auswirken. Entweder totaler Run oder Flop – jedenfalls nicht das, was erwartet wurde. Die qualitativen Mängel beim Bannerdruck sind demnach keine technischen Probleme.

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Sind die technischen Voraussetzungen geklärt, sind Qualitäten wie die Beherrschung von Sprachgefühl und Rechtschreibung gefragt. Durch entsprechende Maßnahmen können diese jedoch trainiert werden. Oder auch nicht. Denn wenn bereits Sprachfehler von Gesinnungsblondinen werbewirksam per Bannerdruck verewigt werden, braucht man sich um Schusseligkeiten keine Gedanken mehr zu machen. Diese lassen sich nur schwer wegtrainieren.

Immerhin das kleinere Übel verglichen mit der Alda-was-geht-ab-Litanei, die auch beim Bannerdruck immer stärker um sich greift.

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